Unfallversicherung

Unfälle passieren schnell und unerwartet. Lange Krankenhausaufenthalte, kostspielige OPs oder Invalidität können die Folge sein. Eine Unfallversicherung schützt Sie vor den finanziellen Folgen eines Unfalls und sorgt dafür, dass Sie Ihren Alltag auch nach dem Unfall sicher und sorgenfrei meistern können.

Unfallversicherung

Ein plötzlicher schwerer Unfall stellt das ganze Leben auf den Kopf – von einem Augenblick auf den nächsten ist nichts mehr so wie es war. Einhergehend mit der gesundheitlichen Einschränkung kommt eine immense finanzielle Belastung auf den Verunfallten und seine Angehörigen zu: Das Haus / die Wohnung wird plötzlich zu klein, sanitäre Anlage müssen barrierefrei umgebaut werden, das Auto ist behindertengerecht umzurüsten usw. Der zukünftige Verdienstausfall durch Einschränkungen in der beruflichen Tätigkeit ist damit noch nicht einmal berücksichtigt (und sollte idealerweise über eine separate Berufsunfähigkeitsvorsorge gesichert werden). Ganz besonders groß ist der finanzielle Vorsorgebedarf für Kinder, da die erlittenen Einschränkungen die Kinder ein Leben lang begleiten und somit lebenslange Zusatzkosten auslösen.

Grundsätzlich ist jeder sozialversicherungspflichtig Beschäftigte Mitglied der gesetzlichen Unfallversicherung. Allerdings bietet diese im Falle eines Falles mitunter keinen oder nur unzureichenden Versicherungsschutz. Nur, wenn sich der Unfall auf dem Weg zwischen Wohnung und Arbeitsplatz oder bei der Verrichtung beruflicher Tätigkeiten ereignet hat, ist die gesetzliche Unfallversicherung leistungspflichtig. Die meisten Unfälle allerdings passieren im privaten Umfeld – z.B. beim Gardinen-Aufhängen, Renovierung oder beim Radfahren. Kinder sind hier besonders gefährdet: Hin und wieder sind Kinder unaufmerksam, in ihr Spiel vertieft oder können Gefahren nicht richtig einschätzen und gehen unbedacht große Risiken ein.

Tipp: Nicht allein Unfälle beim Spielen, Radfahren oder Baden gefährden die Gesundheit der Kinder; vielfach sind es z.B. Vergiftungen oder Impfschäden, die gravierende Folgen für Kinder haben. Achten Sie daher auf entsprechende Risikoeinschlüsse insbesondere für Kinder!

Leistungen der privaten Unfallversicherung

Grundsätzlich ist zu empfehlen, eine möglichst hohen Unfallversicherungsschutz zu wählen und auf „Annehmlichkeiten“ wie Krankentagegeld etc. weitgehend zu verzichten. Die Beitragsanteile, die für eine Erhöhung der Leistung verwendet werden, sind bei einer dauerhaften Invalidität ein Mehrfaches wert.

Auch für die Unfallversicherung gilt die sogenannte Gliedertaxe. Jede dauerhafte körperliche Einschränkung wird prozentual gewertet und entscheidet über die Höhe der Entschädigungsleistung in Abhängigkeit von der gewählten Versicherungssumme. Eine Ausnahme bildet die Unfall-Rente, die bereits ab 50 % Invalidität die den Gesamtbetrag der vereinbarte Renten leistet.Unfall Gliedertaxe2

Ein weiterer entscheidender Faktor für die Höhe der Entschädigungsleistung ist die vereinbarte „Progression“. Sie trägt dem Gedanken Rechnung, daß der Verlust des Augenlichtes oder eine Lähmung um ein vielfaches schwerer wiegt als es in der Gliedertaxe zum Ausdruck kommt. Daher bietet Versicherer unterschiedliche Progressionsstufen an, mit der sich die Versicherungsleistung bei schweren Fällen einer unfallbedingten Invalidität vervielfachen lässt.

Unfall Progression2

Generell ersetzt die Unfallversicherung keine Berufsunfähigkeitsvorsorge. Die (betriebliche) Unfallversicherung soll dem Unfallopfer einen Ausgleich für erlittene Schmerzen und körperliche Einschränkungen geben. Diese dauerhafte Einschränkungen der Lebensqualität ist vielfach verbunden mit erhöhten Aufwendungen für die Einrichtung eines behindertengerechten Lebens.

Steuerliche Behandlung der privaten Unfallversicherung

Beiträge

Die Beiträge der privaten Unfallversicherung mit einer 24-Stunden-Deckung werden in einen privaten und einen beruflichen Anteil getrennt (Urteil des BFH vom 28.10.2009 Akten-Z. IV C5–S2332/09/10004 Ziff. 1.3). Der berufliche Beitragsanteil kann im Rahmen der Vorsorgeaufwendungen bei der Einkommenssteuer geltend gemacht werden.

Leistungen

Leistungen aus einer privaten Unfallversicherung sind grundsätzlich steuerfrei mit Ausnahme einer Unfall-Rente. Diese wird mit dem sogenannten Ertragsanteil besteuert. Der Ertraganteil ist ein fiktiver Zinsanteil der Rente, der als Ertrag dem zu versteuernden Einkommen hinzugerechnet wird und mit dem dann gültigen Steuersatz besteuert wird.

Haftungsausschluss: Die steuerlichen Informationen stellen keine Beratungsleistung dar und beruhen auf den geltenden maßgeblichen Steuerregelungen (Stand 01/2014). Bitte beachten Sie mögliche Änderungen von Gesetzen, Verordnungen, Verwaltungsanweisungen und Rechtsprechung. Die Ausführungen erfolgen mit aller Sorgfalt, aber ohne Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit. Eine Haftung kann daher nicht übernommen werden. Diese Informationen ersetzen nicht die individuelle steuerliche Beratung im Einzelfall. Für weitergehende Informationen wenden Sie sich bitte an einen Steuerberater.

Tipp: Verzichten Sie in der Unfallversicherung weitestgehend auf die Mitversicherung von Krankentagegeld, Krankentagegeld oder Genesungsgeld. So können Sie die hierfür freiwerdenden Prämienanteile in die Erhöhung Ihrer Invaliditätsleistungen investieren.

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Der Versicherungsvermittler hält keine unmittelbare oder mittelbare Beteiligung von mehr als 10 % der Stimmrechte oder des Kapitals an einem Versicherungsunternehmen.

Ein Versicherungsunternehmen hält keine mittelbare oder unmittelbare Beteiligung von mehr als 10 % der Stimmrechte oder des Kapitals am Versicherungsvermittler.

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Postfach 08 06 32
10006 Berlin

Tel.: 0800 3696000 (kostenfrei aus deutschen Telefonnetzen)
Fax: 0800 3699000 (kostenfrei aus deutschen Telefonnetzen)
Internet: www.versicherungsombudsmann.de

Ombudsmann für die Private Kranken- und Pflegeversicherung
Postfach 06 02 22
10052 Berlin

Tel.: 0800 2550444 (kostenfrei aus deutschen Telefonnetzen)
Fax: 030 20458931
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