Haftpflicht

Bereits eine kleine Unachtsamkeit kann großen Schaden an anderen Menschen, deren Sachen oder Vermögen anrichten. Für die Sie mit Ihrem gesamten Vermögen haften. Eine private Haftpflichtversicherung schützt Sie vor berechtigten Schadensersatzansprüchen und damit den Gefahren des täglichen Lebens.

Haftpflichtversicherung

Gesetzliche Grundlage der Haftpflichtversicherung

Das Bürgerliche Gesetzbuch verpflichtet eine Schädiger in §§ 823 ff. BGB zum unbegrenzten Schadenersatz. Es reicht, nur einmal unkonzentriert oder unachtsam zu sein und schon hat man kleinen Schaden oder großen verursacht. Grundsätzlich spricht man von schuldhafter Handlung – der Schädiger muss also mindestens fahrlässig gehandelt haben und für den Schaden verantwortlich sein. Insbesondere Personenschäden können mit immensen Schadenersatzansprüchen einhergehen wie

  • Heil- und Behandlungskosten (unter bestimmten Voraussetzungen Regress der Krankenkasse beim Schädiger)
  • Schmerzensgeld
  • Rentenleistungen

Sachschäden ist jede Beschädigung der Sachsubstanz. Der erstattungsfähige Wert im Schadenfall ist grundsätzlich der Zeitwert – also der Wert, den das beschädigte Objekt gemäß Alter und Gebrauchszustand unmittelbar vor dem Schadeneintritt inne hatte.

Versicherte Personen

In der Privathaftpflichtversicherung sind grundsätzlich der „Haushaltsvorstand“, der Ehepartner sowie die gemeinsamen oder adoptieren Kinder versichert. Junge Paare sollten darauf achten, eine bestehende Single-Haftpflichtversicherung in eine Familienhaftpflichtversicherung umzuwandeln und – sofern vorhanden – den jüngeren Vertrag zu kündigen.

Kinder sind bis zum vollendeten 6ten Lebensjahr nicht deliktsfähig und somit für eigene schädigende Handlungen nicht verantwortlich zu machen, selbst wenn ihnen „vorsätzliches“ Handeln vorgeworfen wird. In solchen Fällen leistet die Privathaftpflichtversicherung nur dann, wenn die Eltern ihre Aufsichtspflicht nachweislich verletzt haben. Die daraus resultierenden Ablehnungen der Haftpflichtversicherer haben immer wieder zu Ärger zwischen Versicherer und Geschädigten sowie Versicherer und Kunden geführt, so daß die Versicherer mittlerweile gegen Beitragszuschlag die Mitversicherung deliktsunfähiger Kinder anbieten.

Doch wie lange sind Kinder in der elterlichen Privathaftpflichtversicherung mitversichert? Die nachfolgende Grafik gibt Aufschluss:

Privathaftpflicht Kinder2

Zusatzdeckungen (Auszug)

Forderungsausfalldeckung

Die Forderungsausfalldeckung deckt den selbst erlittenen Schaden, wenn der Schädiger weder über eine eigene Privathaftpflichtversicherung noch über ausreichendes Vermögen jenseits der Pfändungsfreigrenze verfügt, um den entstandenen Schaden finanziell wieder gut zu machen.

Gefälligkeitsschäden

Wer einem anderen einen Gefallen tut, also beispielsweise beim Umzug hilft und dabei einen Schaden am Umzugsgut verursacht, ist laut Gesetz bei einfacher Fahrlässigkeit keine Verpflichtung zum Schadenersatz gegeben. Einige Versicherer schließen Gefälligkeitsschäden gegen Mehrbeitrag in den Versicherungsschutz ein.

Schlüsselverlust

Sind Ihnen berufliche Schlüssel anvertraut oder besitzen Sie Gemeinschaftsschlüssel der Haus-Schließanlage? Dann sollten Sie unbedingt die Klausel Schlüsselverlust vereinbaren, den der Austausch einer Schließanlage ist mit meist sehr hohen Kosten verbunden.

u.v.m.

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