Die 3 größten Risiken für den deutschen Immobilienmarkt

28.09.2017

Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hat für den deutschen Immobilienmarkt drei gefährliche Entwicklungen ausgemacht und benannt: Erstens werden weit abseits der Großstädte zu viele Einfamilienhäuser gebaut, deren Wert angesichts der erwartbaren demografischen Entwicklungen langfristig sinken dürfte. Bedarf sieht das IW nur in Metropolen und deren „Speckgürtel“. Zweitens setzen in den Städten zu viele Investoren auf kleine Wohneinheiten für Studenten, deren Zahl aber mittelfristig sinken wird – und mit ihr die Nachfrage nach Mikroapartments. Als drittes Risiko haben die IW-Analysten die sogenannte Mietpreisbremse identifiziert: „Sie funktioniert zwar nachweislich nicht, dennoch wollen fast alle Parteien an ihr festhalten“, kommentiert Studienautor Prof. Dr. Michael Vogtländer.

Wer also in Steine investieren will, sollte sich die Lage der Immobilie und deren langfristige Vermietbarkeit genau anschauen. Und der Anleger sollte Risiken wie Mietausfall, behördliche Auflagen, eventuelle angeordnete energetische Maßnahmen und vieles mehr einkalkulieren. Am Ende sollte es natürlich möglich sein, die Immobilie gewinnbringend zu veräußern. Allerdings: Statistisch gelingt es nur ca. 20 % der Anleger, meist große Immobiliengesellschaften, aus einer Immobilie tatsächlich Gewinn zu erwirtschaften – der Rest, zum größten Teil Privatanleger, zahlt zum Teil kräftig drauf!

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